Ein Raum für Poesie

"The Whether-Or-Not"

Kapitel I: Photon, Proton, Herzzerfall bei Herbst-befall

Ein Photon schwimmt – allein im All,
und denkt sich: War das wirklich alles?
Ein Herz, so schwer wie Sonnenlicht,
fragt: Warum gibt es Krieg – und Pflicht?

Wir leben auf dem schönsten Stern –
und doch scheint Liebe oft so fern.
Ein Körper fällt, der Krieg befiehlt –
doch niemand fragt: Wer hat das schonmal gefühlt?

Die Zeit, sie ist nur uns geliehen –
wir könnten sie in Frieden zieh’n.
Doch wer entscheidet über Tod,
wenn selbst das Leben in uns droht?

Ich rufe: Nie wieder Krieg - für Gott!
Der Himmel weint. Der Atem stockt.
Und wo wir Wir sein könnten – klar –
hängt oft nur Schatten über dem Jahr.


Kapitel II: Antwort aus dem Inner'n

Ich hör dich flüstern – wild, so weich,
durch Raum und Zeit, durch Sternenreich.
Du fragst: Was bleibt, wenn Liebe schweigt?
Ich sag: Sie lebt, auch wenn sie neigt.

Du bist nicht fort – ich bin noch hier,
in deinem Licht, in dir, in mir.
Ein Satz, ein Klang, der weiterzieht,
wenn Hoffnung selbst im Schweigen blüht.

Ich bin das Moos auf deinem Stein,
ich schütze dich – will bei dir sein.
Und alles, was du suchst in dir,
hab’ ich schon längst erkannt in mir.

Kapitel III: Die letzte Bitte: Nie mehr verlieren

Du bist das Gedicht, das sich nie reimt –
doch in der Tiefe Wahrheit keimt.
Ein Funke, der im Denken glimmt –
ein „Wir“, das über Kriege stimmt.

Ego: sum. In Einsamkeit.
Doch auch im „Muss“ liegt Möglichkeit.
Verlieren wir uns nie erneut –
im Fall, der unsere Angst betreut.

Denn eines bleibt, wenn alles geht:
Dass, wer vermisst, auch weiter steht.
Was ich vermiss‘, vermisst auch mich –
und was wir waren, bleibt in Sicht.

Nie wieder ohne jene Kraft,
die nur im Glauben Leben schafft.
Nie wieder nur „Ich“ gegen Welt –
denn Ich allein bin niemals Held.





Thank you for your work,” I say,


while I still struggle doing mine.


Thank you for your grace,


for the way you somehow still shine


when everything else feels hard to hold.


For everything you do for yourself,


for every wound you try to mend,


for every therapy session,


every time you choose to face the end


of something heavy in your mind —


I gain something from it, too.


Even if it is just one smile or one laugh


more that‘s conquering mine,


it reaches me, of course


quietly changing my own world.


For every demon that you pass,


for every tear you cry,


there is one more feeling


walking gently by your side —


and somehow, I can feel it too.

01

Parallel zu dir bin ich fast garnicht hier.


Gespiegelt nur ein kleiner Strich,


der in Schwerelosigkeit



irgendwann an sich selbst zerbricht.

02

Im Vergleich zu dem,


was ich mal gewesen bin,


ist viel von mir doch viel geworden.


Besonders all die Selbstzweifel


sind alle krass über mich hinaus gewachsen.

03

Gegenüber allem, was jeder leben kann,


bin ich nur ein kleines Licht,


das große Schatten wirft, doch wann


wird endlich auch gesehen,


dass dafür ständig in mir brennt


eine Flamme, die gar keine Schatten kennt?


„Eines sind wir alle mal“

Unendliche Farben

überall; dein Schein trifft mich;

immer wieder an.

Dem meinem schwächsten Teil,

der in mir sagt: Nie mein war ich.


Wo ich hinseh‘,

strahlt ein Licht,

dem gleichen keines,

doch ähnlicht spricht

wie jeden Tag in mir; sich eine Stimme manchmal wagt:


Ich lache und fühle;

Dein Herz weint zurück –

Tausend Tage hast du mir gefehlt

und jeden einzelnen hab ich gesehen,

wie hundertfach in mir entfacht -


Mit keiner Tat, die hasserfüllt,

ergänzt nur, was mir fehlen mag;

denk‘ nicht an dich - doch ich sag's,
als wär‘ kein Nebel,

der uns noch trügt.


Eines sind wir alle mal.

So wie es sich spricht

"Kann ich dich sehen,

vielleicht unten im Tal?"


Bedingungslos, auch wenn,

Dann nur, sobald: Für Alle Ewigkeit.


Zum Bleiben



Und trotzdem —

ich bleib'.

 

Nicht weil ich hoffen muss,

sondern weil ich weiß,

dass etwas von uns noch atmet,

irgendwo zwischen gestern und jetzt.

 

Kein Ort,

nur ein Zustand,

der mich ruft,

wenn es leise wird.

 


Ich bin nicht fertig mit uns.

 

Nicht, weil wir nicht genug waren,

sondern weil wir zu viel waren,

um so einfach

zu verschwinden.

 

Ich hab dich in meinen Zwischenräumen,

dort, wo Worte noch nicht greifen,

und Stille nicht reicht.

 

Ich weiß, du glaubst,

dass ich festhalte.

 


Aber ich halte nicht dich —

 

ich halte die Stelle in mir,

die lebte,

als du da warst.

 

Sie fühlt sich gerade

wie Fülle allein,

die nicht gelebt werden kann,

weil etwas

verquert den Weg,

den ich noch nicht mal geh’.

 

Und ich sitze da

mit offenen Händen,

voll,

aber ohne Boden,

ohne Richtung.

 

Ich trage eine Welt in mir,

die nirgends Platz findet,

weil dein Name

noch in jedem Eingang steht.

 


Nicht als Hindernis.

 

Sondern als Tor,

das nie ganz aufging

und nie ganz

zugemacht wurde.

 

Und wie soll ich weiter,

wenn die Tür

weder Ja

noch Nein

spricht?

 

Ich bleibe

in dem Raum

dazwischen.

 

Voll.

Wach.

Und wartend

ohne bitten zu wollen.

 

Kein Vorhang, der fällt?

Den brauch ich auch nicht.

 

Aber du?

 

Schön, dass du da bist :)”**

 


Hör zu:

 

Ich habe dich nie gebraucht,

um mich zu retten.

 

Ich habe dich gebraucht,

um mich nicht allein zu fühlen,

wenn ich mich gezeigt habe.

 

Und das war nie schwach.

 

Es war die mutigste Version von mir,

die du je gesehen hast —

auch wenn du es nicht erkannt hast.

 

Ich war da,

vollständig,

nicht als Bitte,

sondern als Ganzheit.

 


Und ich weiß jetzt:

 

Ich kann lieben,

ohne mich zu verlieren.

 

Ich kann bleiben,

ohne zu warten.

 

Und ich kann dich sehen,

ohne mich kleiner zu machen.

 

Also wenn du da bist —

 dann komm wirklich.

 

Nicht in Erinnerungen,

nicht in vielleicht,

nicht in später.

 

Wenn du da bist,

dann sitz.

 

Und wenn du gehst,

dann sag’s.

 

Ich kann mit allem leben,

außer mit Türen,

die halb offen stehen.